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ZEITREISE: Warum Stalin, Hitler & Putin die Ukraine wollten. Mit Martin Schulze Wessel

6/20/202654 min

Für Stalin war die Ukraine unverzichtbar. Für Hitler war sie Beute. Und für Putin scheint sie bis heute eine Obsession zu sein.

In der neuen Folge von ZEITREISE spricht Filipp Piatov mit dem Historiker Martin Schulze Wessel über die lange Geschichte des russischen Blicks auf die Ukraine - und darüber, warum der Kampf um dieses Land weit vor dem aktuellen Krieg begann.

Schulze Wessel erklärt, wie die Ukraine nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Polen und der Sowjetunion aufgeteilt wurde, weshalb Moskau die ukrainische Nationalbewegung von Anfang an als Bedrohung betrachtete und warum Stalin überzeugt war, dass ein sowjetisches Imperium ohne die Ukraine nicht bestehen könne. Es geht um den Holodomor, die gezielt verschärfte Hungerkatastrophe der 1930er-Jahre, die Millionen Menschen das Leben kostete und bis heute das Verhältnis zwischen Ukrainern und Russen prägt.

Außerdem spricht Schulze Wessel über Hitlers Pläne für die Ukraine, die ukrainische Nationalbewegung, die umstrittene Figur Stepan Bandera und die Frage, weshalb sowohl die Nationalsozialisten als auch die Sowjetführung die Ukraine als Schlüsselregion Europas betrachteten.

Eine Folge über Imperien, Nationalismus und die historischen Wurzeln eines Krieges, der bis heute andauert. Und über die Frage, warum die Ukraine für Wladimir Putin offenbar mehr ist als nur ein Nachbarland.

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Moderation u. Redaktion: Filipp Piatov | Executive Producer: Daniel van Moll

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First 90 seconds
  1. Filipp Piatov· Host0:00

    [Musik] Herzlich willkommen bei Zeitreise, dem History-Format im Ronzheimer Podcast. Mein Name ist Philipp Jattow. Ich bin Journalist und Kollege von Paul Ronzheimer und bei Zeitreise spreche ich mit Experten über Ereignisse und Themen, die für uns und unsere politischen Debatten bis jetzt relevant sind. Heute geht es um die Ukraine beziehungsweise um drei Männer, die aus unterschiedlichsten Gründen versucht haben und versuchen, die Ukraine zu unterwerfen. Der sowjetische Herrscher Josef Stalin, der deutsche Diktator Adolf Hitler und der derzeitige russische Machthaber Wladimir Putin. Wenige Länder wurden vom 20. Jahrhundert so überrollt wie die Ukraine. Und ich denke, dass es wichtig ist, diese Geschichte zu kennen, um besser zu verstehen, was die Ukrainer jetzt in diesem neuen großen Krieg in Europa denken und fühlen und was sie auch antreibt, weiterzukämpfen. Es ist wichtig zu verstehen, in wessen Fußstapfen Wladimir Putin sich begeben hat und was auch wiederum ihn antreibt. Und es schadet sicher nicht, wenn wir unsere Debatten in Deutschland einmal hinterfragen. Etwa wenn es darum geht, die Ukraine zu Zugeständnissen zu bewegen oder sogar um den Vorwurf, dass sie gar keinen Frieden wolle. Mein heutiger Gast ist Professor Dr. Martin Schulze Wessel, Osteuropahistoriker an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In den letzten Jahren hat er mehrere Bücher über Russland und die Ukraine geschrieben, darunter "Die übersehene

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