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Presseklub: Was will Israel im Libanon?

6/6/20261 hr 1 min

Zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah gilt offiziell eine Waffenruhe, doch auf dem Boden wird weiter gekämpft. Israels Armee rückt im Süden des Libanon vor, greift Stellungen der Hisbollah und Ortschaften an, während die Miliz Raketen auf Israel feuert. Gleichzeitig diskutiert die israelische Regierung offen über eine Sicherheitszone oder sogar eine dauerhafte Präsenz im Süden des Nachbarlands. Für die Menschen im Libanon, einem ohnehin bankrotten und politisch gelähmten Staat, bedeutet das: erneute Flucht, zerstörte Infrastruktur und die Angst, dass ihr Land endgültig zum Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen Israel, Iran und den USA wird. Auch in Israel wächst der Druck. Nach Jahren des Kriegs gegen Hamas, Iran und nun Hisbollah ist die Gesellschaft erschöpft, zugleich fordern viele noch mehr Härte, aus Angst vor weiteren Angriffen und Entführungen. Washington versucht, eine Ausweitung des Kriegs zu bremsen und vermittelt an einem brüchigen Waffenstillstand mit. Europa und Deutschland mahnen zur Deeskalation, bleiben aber politisch weitgehend Zuschauer. Erleben wir gerade den Einstieg in eine neue Nahost‑Ordnung mit Besatzungszonen und Dauerkonflikten, oder gelingt es, aus dieser brüchigen Waffenruhe mehr zu machen als nur eine Atempause vor der nächsten Eskalation Der Apofika-Presseklub mit Christoph Reuter (Spiegel), Richard C Schneider (frei), Steffi Hentschke (frei) und natürlich unserem Host, Markus Feldenkirchen (Spiegel). Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/presseklub Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio

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  1. Markus Feldenkirchen· Host0:00

    Es ist Samstag, der 6. Juni. [Musik] Apokalypse, Apokalypse und Filterkaffee, Filterkaffee. Der Presseclub mit Marcus Feldenkirchen. Deutschland hat sich um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beworben bei zwei Konkurrenten, Portugal und Österreich, und landete zielsicher auf Platz drei. Ähnlich erfolgreich sind wir sonst nur beim ESC. So sieht sie aus, die Quittung für doppelte Standards. Wenn der eigene Bundeskanzler weder den US-Putsch in Venezuela noch den US-Angriff auf Iran für völkerrechtswidrig erklären mag, glauben halt viele nicht, dass Deutschland als Hüter des Weltfriedens im Sicherheitsrat eine gute Besetzung ist. Sich aus Rücksicht auf Donald Trumps USA zu Verrenkungen beim Völkerrecht verleiten zu lassen, ist jedenfalls nicht in Deutschlands Interesse. Wladimir Putin darf sich auf hohen Besuch bei seinem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg freuen. Zahlreiche Vertreter der deutschen Wirtschaft sind mit von der Partie. Wenn es um Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Pardon Anstand geht, hatte die deutsche Wirtschaft schon immer ein ganz feines, verstopftes Näschen. Ich finde, man sollte die Werte des eigenen Landes auch als Wirtschaftsvertreter

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