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Mit 400-Millionen-Bluff zum König der Außenwerbung: Ströer-Gründer Udo Müller (#921)

7/8/20261 hr 39 min

Eine Unternehmerkarriere wie ein Wirtschaftsthriller: So baute Udo Müller den Außenwerbungsriesen Ströer

Eigentlich wollte er Mediziner werden, stattdessen steuert er inzwischen ein Milliarden-Imperium mit 13.000 Mitarbeitern: Udo Müller, Gründer des Medienkonzerns Ströer. Angefangen hat diese außergewöhnliche Unternehmerkarriere kurz nach dem Mauerfall mit einem Deal, der auch heute noch wie ein echter Wirtschafts-Krimi klingt: Als aggressiver Außenseiter übernahm Ströer den marktbeherrschenden Player „Deutsche Städte-Reklame“ – dank eines 400-Millionen-Euro-Bluffs, bei dem sich Udo Müller vorkam wie der berühmte Hochstapler Felix Krull. Später folgt ein spektakulärer Börsengang und die Erweiterung des Produktportfolios. Inzwischen führt Müller Marken wie T-Online und Statista durch die KI-Disruption der Gegenwart. Im OMR Podcast spricht Udo Müller über die Wucht der KI-Revolution und warum er deswegen die operative Führung bei Ströer wieder übernommen hat. Außerdem erklärt er, warum er sich Sorgen um Deutschland macht, warum er Homeoffice für unsolidarisch hält – und warum die besten Jahre für Out-of-Home erst noch kommen.

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First 90 seconds
  1. Philipp Westermeyer· Host0:00

    Es kommt jetzt gleich eine Folge, von der ich schon vor zehn Jahren wusste, dass wenn sie eines Tages kommen würde, dann wird sie gut werden. Einfach weil der Udo Müller so ein krasser Unternehmer ist. Sicherlich die Folge in einer Reihe mit der Folge mit Herrn Dommermuth oder Herrn Tönnies oder Herrn Wirth vielleicht sogar. Es ist wirklich krass, was der Udo so erlebt hat und wie offen er darüber erzählt und auch ein bisschen rotzig er das alles so berichtet. Wirklich unnachahmlich, wie er da in Ost-Berlin Werbeflächen gemietet hat, die dann Menschen in West-Berlin sehen können. Aus diesem Anfangskonzept ist hinterher eine Firma geworden, die man heute als Ströer kennt. Er hat sie mit dem Heiner Ströer zusammengeschlossen. Seit vielen Jahren ist es jetzt schon ein Konzern, den der Udo aber maßgeblich besitzt und leitet. Allerdings das Unternehmen ist auch an der Börse notiert, Milliarden wert. Eine der ganz großen Adressen im Werbegeschäft in Deutschland, natürlich insbesondere Außenwerbung, aber alles dabei von der Gründung über ganz große riskante Deals, Börsengang, Hedgefonds-Attacke. Dann in der Web 2.0-Phase haben der Udo und das Team ungefähr 50 Digitalfirmen gekauft von T-Online, Statista, ganz viele weitere. Also es ist extrem, extrem viel drin. Der Udo hat viel erlebt, war zuletzt auch vier Jahre fast aus der Firma raus, ist aber jetzt wieder zurück, weil er große KI-Visionen hat, große Pläne hat. Also ein sehr, sehr bewegtes Leben, das immer wieder durchscheint. Für mich persönlich gab es eine Stelle, die ganz besonders doll resoniert hat. Und zwar gegen Ende hat er mir erzählt, dass auf einer Asienreise er gemerkt hat, wann seine Grenzen erreicht sind und wann auch er die Lust verliert, noch größer zu werden und wie er das festgestellt hat und dass er darüber eigentlich erleichtert war. Das alles fand ich am Ende für mich persönlich irgendwie eine sehr spannende Einsicht. Hatte ich so noch nie in der Klarheit gehört, aber ansonsten

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