Kanzler auf der Kippe: Scheitert Merz an den Reformen?
4/24/202649 min
2026 sollte das Reformjahr sein – doch statt eines großen Wurfs setzt die Bundesregierung nun auf schrittweise Veränderungen. In der Koalition wird vor allem eines deutlich: Uneinigkeit. Das geplante Reformpaket kam nicht zustande – zurück bleiben unterschiedliche Vorschläge und fehlende Orientierung.
Zusätzlichen Ärger gab es durch die Wortwahl des Kanzlers zur Lage des Rentensystems, die die SPD empörte. Die Koalitionslage insgesamt: Konfrontation statt Konsens.
Woran der große Reformentwurf gescheitert ist, wer wen blockiert hat und welche Folgen das für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz hat – das analysieren Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander...
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First 90 secondsRobin Alexander· Host0:00
[fröhliche Musik] Mein Gorilla hat 'ne Villa im Zoo. Mein Gorilla lebt zufrieden und froh.
Dagmar Rosenfeld· Host0:12
Eine Villa wie der Gorilla im Zoo hat die Bundesregierung zwar nicht, aber sehr wohl eine Villa am See, die Villa Borsig. Anders als beim Gorilla ging es dort auf dem Koalitionsgipfel allerdings nicht zufrieden und froh zu. Vielmehr herrschten Uneinigkeit und Streit, was dazu führte, dass das eigentlich geplante Reformpaket nicht zustande kam. 2026, es sollte das Reformjahr sein. Doch der große Wurf ist bisher ausgeblieben. Stattdessen soll jetzt schrittweise reformiert werden. Die Folge: Die Koalition ist auf den Modus zurückgefallen, der schon vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das politische Berlin geprägt hat. Mangels eines gemeinsamen Konzepts kursieren unterschiedliche Vorschläge und niemand weiß so recht, wohin die Reise gehen soll. Obendrein hat der Kanzler mit seiner Wortwahl zur Lage des Rentensystems die SPD auf den Baum getrieben. Die Koalitionslage insgesamt: kontra statt Konsens. Woran ein großer Reformentwurf letztlich gescheitert ist, wer wen blockiert hat und was das für die Kanzlerschaft von Friedrich