#104 Die Anhalterin
4/22/20261 hr 12 min
Eine Gruppenreise zum Plattensee endet für die 51-jährige Magdalene Heinrich im September 2001 frühzeitig: Weil ihr Reisepass abgelaufen ist, wird sie an der österreichisch-ungarischen Grenze abgewiesen und muss alleine den Rückweg nach Hause antreten – Doch dort kommt sie nie an. Acht Tage später wird ihre Leiche in der Nähe eines Autohofs an der A70 bei Thurnau aufgefunden. Es ist der Beginn einer aufwändigen Ermittlung nach dem Fahrer, der Magdalene Heinrich als Anhalterin mitgenommen und getötet hat.
Zu Gast bei Rudi Cerne und Nicola Haenisch-Korus im Studio ist der Erste Kriminalhaup...
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First 90 secondsRudi Cerne· Host0:00
[Intro-Musik] [Hintergrundmusik] Hallo und herzlich willkommen zu Aktenzeichen XY unvergessene Verbrechen. Mein Name ist Rudi Cerne.
Nicola Hindisch-Korus· Host0:20
Und ich bin Nicola Hindisch-Korus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Rudi, wer uns hier regelmäßig zuhört, weiß, bei den allermeisten Gewaltverbrechen ist der Täter nicht der düstere Unbekannte, der Mörder, der seinem Opfer in der Dunkelheit auflauert und aus dem Nichts zuschlägt. Im Gegenteil, die meisten Taten sind Beziehungstaten. Täter und Opfer kennen sich gut, oft sind sie sogar verwandt oder leben zusammen.
Rudi Cerne· Host0:46
Ja, absolut richtig. Doch das heißt nicht, dass es nicht auch Fälle gibt, bei denen es anders ist. Fälle, bei denen sich Täter und Opfer nie zuvor begegnet sind, bei denen das Opfer schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort war und bei denen im Grunde ein grausamer Zufall darüber entscheidet, gegen wen sich die tödliche Gewalt richtet.
Nicola Hindisch-Korus· Host1:07
Über einen solchen Fall, eigentlich muss man sagen, zwei solcher Fälle, sprechen wir heute. Beide Opfer waren in diesen Fällen Frauen. Beide begegneten rein zufällig ein und demselben Mann und beide waren nach dieser verhängnisvollen Begegnung tot und hinterließen Familien, die bis heute darum ringen, zu begreifen, was damals passiert